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Medikamente

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Welche Medikamente gibt es gegen Asthma und was müssen Sie beachten.

Wenn Asthma optimal behandelt wird, können die meisten Patienten ein normales und weitgehend beschwerdefreies Leben führen. Hierzu müssen Sie jedoch aktiv mit Ihrem Arzt zusammenarbeiten.

Nehmen Sie Ihre Medikamente regelmäßig ein und setzen Sie diese nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab. 

Wenn Sie Ihr Bedarfsmedikament zu häufig einnehmen müssen oder Ihre Beschwerden zunehmen, dann suchen Sie Ihren Arzt auf. Eventuell muss er Ihre Behandlung anpassen.

Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Asthmamedikamenten.

Einen Plan zur Behandlung von Asthma - den Stufenplan - finden Sie unten als PDF.

Dauer- oder Langzeitmedikamente

 

Dauer- oder Langzeitmedikamente zur Behandlung von Asthma werden dauerhaft und täglich eingenommen. Die meisten Patienten mit Asthma nehmen solche langfristigen Medikamente. Sie wirken vorbeugend, indem sie die Lungenfunktion stabilisieren oder verbessern. Es gibt Präparate, die entzündungshemmend wirken und solche, die die Bronchien erweitern.

Folgende Präparate zählen zu den langfristigen Medikamenten:


1. INHALATIVES KORTISON

z.B. Budesonid (Budapp, Budecord,Pulmicort u.a.), Fluticason (Flutide, Axotide), Mometason (Asmanex, Twisthaler)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Dies ist der wichtigste Wirkstoff für die Langzeitbehandlung. Das Kortison unterdrückt die Entzündung der Atemwege und verbessert die Beschwerden des Asthmas. Es kann sein, dass Sie Ihr Präparat einige Tage oder Wochen einnehmen müssen, bevor es optimal wirkt. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker. Das Kortison wird bei diesen Präparaten inhaliert, es wirkt unmittelbar in der Lunge und nur geringe Mengen gelangen in den übrigen Körper. Deshalb kommt es durch diese Präparate nicht zu den allgemeinen Nebenwirkungen von Kortison, wie sie bei der Einnahme von Tabletten bekannt sind. 

 

2. ORALES KORTISON 

z.B. Flucocotrolon (Ultralan), Methylprednisolon (Advantan, Metypred, Metysolon u.a.), Prednison (Decortin)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Kortison in Tablettenform wird bei schweren Fällen von Asthma verschrieben.

 

3. LEUCOTRIEN-REZEPTOR-ANTAGONISTEN 

Montelukast (Singulair)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Dieses Medikament wird als Tablette eingenommen. Es hemmt körpereigene Entzündungsstoffe, die auf die Atemwege wirken. Bei Erwachsenen wird es in der Regel zusätzlich zum inhalativen Kortison verschrieben. Es wird auch bei Belastungsasthma und bei Heuschnupfen eingesetzt. Bei Kindern kann das Medikament auch als alleinige Langzeitbehandlung gegeben werden.  

 

4. MONOKLONALE ANTIKÖRPER 

Omalizumab (Xolair)

Bei allergischem Asthma bekämpft dieser Wirkstoff die körpereigenen Antikörper, die sich als Antwort auf den Kontakt mit dem Allergen bilden.

 

5. LANGWIRKSAME BETAMIMETIKA

z.B. Salmeterol (Aeromax, Serevent,)  Formoterol (Foradil, Forair, Formatirs, Oxis u.a.)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Diese Medikamente werden inhaliert (selten auch als Tablette gegeben) und sie erweitern die Bronchien. Sie wirken nicht so schnell wie die Bedarfsmedikamente, die man bei akuten Asthmaanfällen einnimmt, sondern sie sollen die Bronchien auf lange Sicht erweitern. Sie dürfen nur zusammen mit einem inhalativen Kortison gegeben werden, da sonst das Risiko eines lebensbedrohlichen Asthmaanfalls besteht. 

 

6. THEOPHYLLIN 

Handelsnamen z.B. Euphyllin, Aminophyllin

Dieses Medikament wird als Tablette eingenommen und erweitert die Bronchien ebenfalls langfristig.

 

7. KOMBINATIONSTHERAPIE

z.B. Salmeterol plus Fluticason (Viani), Formoterol plus Budenosid (Symbiocort), Formoterol plus Beclometason (Inuvair)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Einige inhalierbare Asthmamedikamente enthalten zwei Medikamente kombiniert. Zum einen ein inhalatives Kortison wie oben beschrieben, das die Entzündung verringern soll. Das andere Präparat, das in diesen Kombinationspräparaten enthalten ist, ist ein Betamimetikum. Diese Präparate erweitern die Bronchien. 

 

 

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Bedarfsmedikamente

 

1. SCHNELLWIRKSAME BETAMIMETIKA

z.B. Fenoterol (Berotec, Partusisten), Salbutamol (Apsomol, Bronchospray, Sultanol u.a.), Terbutalin (Aerodur, Bricanyl u.a.)

Der Handelsname steht in Klammern, der Wirkstoff davor.

Diese Medikamente werden zur schnellen Erleichterung bei einem Asthmaanfall am häufigsten eingesetzt. Sie führen rasch zu einer Bronchienerweiterung. Das Spray sollte allerdings nicht zu häufig eingesetzt werden, denn dann kann es zu Nebenwirkungen führen.

 

2. IPRATROPIUMBROMID

Handelsnamen: Atrovent, Itrop, IpraBronch u.a.

Dieses Präparat wird bei Kindern und Jugendlichen als Bedarfsmedikament verschrieben. Es erweitert die Bronchien und kann als Pulver oder Spray eingenommen werden.

 

3. KOMBINATIONSPRÄPARATE

Fenoterol plus Ipratropiumbromid (Berodual)

Auch bei Bedarfsmedikamenten gibt es Präparate, die eine Kombination aus zwei Wirkstoffen enthalten. In diesem Fall wird ein schnellwirksames Betamimeticum, das Fenoterol mit Ipratropiumbromid kombiniert. 

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Stufenschema

Experten haben eine Empfehlung erstellt, wie Asthma am besten medikamentös behandelt werden sollte. Sie haben dazu ein Stufenschema entwickelt. Die Behandlung richtet sich dabei nach der Schwere der Erkrankung und danach, wie gut die verordnete Behandlung anspricht.

Dieses Schema in unserem PDF soll Ihnen einen Anhaltspunkt dafür geben, wie eine Behandlung aussehen kann.

 

Mehr als jeder zweite an Asthma Erkrankte benutzt das Inhalationsgerät nicht in der richtigen Weise. Da der Erfolg Ihrer Behandlung von der richtigen Anwendung des Inhalators abhängt, müssen sie sicher sein, dass Sie das Gerät richtig anwenden. 

Informieren Sie sich in unserem PDF welche Typen von Inhalatoren es gibt, welche Vor- und Nachteile sie haben und wie man sie richtig benutzt.

Patientenfuchs-Quiz

Klicken Sie auf die richtige Antwort. Sie erhalten dann sofort Rückmeldung, ob Sie richtig lagen.

 
Leichte Formen von Asthma kann man mit schnell wirksamen Präparaten unter Kontrolle bekommen. In diesen Fällen, kann es sein, dass man nicht dauerhaft Medikamente einnehmen muss.
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Die Dauertherapie des Asthma zielt darauf ab, die Entzündung der Atemweg zu vermindern. Dadurch sollen die Asthmaanfälle seltener und weniger schwer auftreten.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Welche der folgenden beiden Aussagen ist richtig?
Wenn die Asthmabeschwerden sich durch die Dauertherapie gebessert haben, kann man diese Medikamente absetzen, denn die Entzündung ist dann dauerhaft abgeheilt.
stimmt
stimmt nicht
Wenn man die Dauerbehandlung des Asthma willkürlich absetzt, dann kann sich das Asthma wieder verschlimmern, weil die Entzündung der Atemwege sich verschlimmert.
stimmt
stimmt nicht
Warum ist es wichtig, die Inhalatoren für die Asthmamedikamente richtig zu benutzen?
Wenn man die Inhalatoren falsch benutzt, kann es zu gefährlichen Nebenwirkungen kommen.
stimmt
stimmt nicht
Wenn man den Inhalator falsch benutzt, kann es sein, dass das Medikament nicht in ausreichender Menge in die Lunge gelangt.
stimmt
stimmt nicht