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Bluthochdruck behandeln

 

 

Bluthochdruck behandeln

Bluthochdruck behandelt man nicht nur mit Medikamenten. Sie selbst haben durch Ihren Lebensstil einen großen Teil Ihrer Gesundheit selbst in der Hand.

Selbsthilfe

Zu einer erfolgreichen Behandlung Ihres Bluthochdrucks gehören zwei Strategien. Die eine ist Ihr Lebensstil. Zusätzlich kann es sein, dass Sie Medikamente einnehmen müssen.

Lebensstil

Sie sollten anstreben alle vermeidbaren Risikofaktoren für erhöhten Blutdruck und für Herzkreislauferkrankungen in Grenzen zu halten. Dazu zählen Übergewicht, eine ungesunde Ernährung, zu viel Kochsalz, zu viel Alkohol, Rauchen, mangelnde Bewegung und Stress. Diese Faktoren haben einen Einfluss auf Ihren Blutdruck bzw. auf Ihr Herzkreislaufrisiko. Wenn Sie diese so gut wie möglich in den Griff bekommen, haben Sie Ihren Blutdruck besser im Griff. Manche Patienten mit nur leicht erhöhtem Blutdruck können durch eine entsprechende Lebensstilumstellung allein den Blutdruck wieder ausreichend senken, so dass keine Medikamente eingenommen werden müssen. Schauen Sie sich auch einmal unseren Bereich „5 Schritte zum gesunden Blutdruck“ genau an. Hier erfahren Sie, welche Lebensstiländerungen für Sie wichtig sind und wie Sie Ihre Medikamente richtig einnehmen.

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Behandlung mit Medikamenten

In vielen Fällen reichen jedoch Lebensstiländerungen allein nicht aus, um den Blutdruck ausreichend zu senken. Dann werden zusätzlich Medikamente verschrieben, damit der Blutdruck ausreichend gesenkt werden kann. Die heutigen Medikamente gegen Bluthochdruck sind sehr wirkungsvoll. Mit ihrer Hilfe können die Betroffenen ein normales Leben mit einem gut eingestellten Blutdruck führen und ihr Risiko für Folgeerkrankungen deutlich verringern. 

Einige Patienten können bereits nach der Einnahme eines dieser Medikamente ihren Blutdruck ausreichend senken. Die meisten Patienten müssen jedoch mehr als ein Medikament einnehmen, um den Blutdruck gut einzustellen. Oft helfen zwei unterschiedliche Blutdrucksenker in niedriger Dosierung besser den Blutdruck zu senken als ein Medikament allein in einer höheren Dosis. Auch verursachen zwei Medikamente in niedriger Dosierung weniger Nebenwirkungen. In manchen Fällen reichen zwei Medikamente zur Blutdrucksenkung nicht aus – dies kommt unter anderem  bei Patienten mit Nierenerkrankungen vor. In diesen Fällen können auch drei oder mehr Medikamente nötig werden.

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Übersicht Blutdruck-senkender Medikamente

Betablocker (z.B. Beloc-Zok) werden bei Bluthochdruck, koronarer Herzkrankheit, bei einer Herzschwäche, nach dem Herzinfarkt und bei bestimmten Herzrhythmusstörungen verschrieben. Menschen, die Diabetes haben und Betablocker einnehmen, sollten darauf achten, dass die Anzeichen einer Unterzuckerung bei der Einnahme von Betablockern fehlen können.

Diuretika (z.B. Lasix) werden auch „Wassertabletten“ genannt, weil sie dazu führen, dass der Körper über die Niere mehr Wasser und Salz ausscheidet. Das bedeutet, dass Sie bei Einnahme dieser Medikamente wahrscheinlich häufiger zur Toilette müssen. Diuretika werden gegen zu hohen Blutdruck und bei einer Herzschwäche verschrieben.

Kalziumantagonisten (z.B. Adalat) werden bei Bluthochdruck, für die Dauerbehandlung bei einer koronaren Herzerkrankung und bei Herzrhythmusstörungen verschrieben.

Angiotensin II Antagonisten (z.B. Atacand) und ACE Hemmer (z.B. Vasotec) wirken auf sehr ähnliche Weise blutdrucksenkend, indem sie die Gefäße erweitern.

Renin Inhibitoren (z.B. Tekturna) erniedrigen den Blutdruck, indem sie das in den Nieren gebildete Enzym Renin blockieren, das den Blutdruck erhöht. Wenn Sie Diabetes oder Niererenerkrankungen haben, sollten Sie Tekturna nicht zusammen mit ACE Inhibitoren oder Angiotensin II Inhibitoren einnehmen.

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Blutdruckzielwerte der Behandlung

Im Allgemeinen gilt, dass Patienten durch die Behandlung Blutdruckzielwerte unter 140/90 erreichen sollten. Man weiß aus Studien, dass ein so eingestellter Blutdruck das Risiko für Herzkreislauferkrankungen deutlich senkt. Eine weitere Absenkung des Blutdrucks auf Werte unter 120/80 hat keine gesundheitlichen Vorteile, insbesondere dann nicht wenn Sie zusätzlich eine koronare Herzerkrankung haben. Die oben genannten Blutdruckzielwerte können Ihnen einen allgemeinen Anhaltspunkt dafür geben, wo Behandlungsziele liegen sollten. Allerdings kann Ihr Arzt für Sie individuelle Werte festlegen und im Zweifelsfall sollten Sie ihn fragen, wo Ihre Blutdruckziele liegen. Wenn Sie trotz intensiver Bemühungen Ihren Blutdruck nicht unter Kontrolle bekommen, dann kann Ihnen unser Video „Schwer kontrollierbarer Blutdruck“ im Bereich „Was Sie sonst noch wissen sollten“ weiterhelfen. 

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Meine Medikamente

Wenn Sie mehrere Medikamente einnehmen, müssen Sie auf vieles achten: Wie oft und wie viel müssen Sie einnehmen? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Was tun, wenn Sie ein Medikament vergessen haben? In diesem PDF können Sie genau aufschreiben, was Ihr Arzt Ihnen zu Ihren Medikamenten gesagt hat und Sie können sich notieren, welche eigenen Erfahrungen sie gemacht haben, um das beim nächsten Arztbesuch anzusprechen.

Patientenfuchs-Quiz

Klicken Sie auf die richtige Antwort. Sie erhalten dann sofort Rückmeldung, ob Sie richtig lagen.

 
Welche der beiden Aussagen stimmt?
Bluthochdruck behandelt man ausschließlich mit Medikamenten.
stimmt
stimmt nicht
Um Bluthochdruck unter Kontrolle zu bekommen muss man den Lebensstil entsprechend anpassen. Zusätzlich müssen viele Patienten Medikamente einnehmen.
stimmt
stimmt nicht
Welche Aspekte Ihres Lebensstils spielen bei der Behandlung des Bluthochdrucks eine Rolle?
Bewegung
stimmt
stimmt nicht
Gesunde Ernährung
stimmt
stimmt nicht
Nicht Rauchen
stimmt
stimmt nicht
Wenig Salz, wenig Alkohol
stimmt
stimmt nicht
Bei einigen Patienten mit erhöhten Blutdruck kann eine Umstellung des Lebensstils dazu führen, dass sie keine Medikamente einnehmen müssen.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Wie groß ist Ihr eigener Einfluss auf den Erfolg Ihrer Behandlung wenn Sie Bluthochdruck haben?
ungefähr 20%
stimmt
stimmt nicht
ungefähr 50%
stimmt
stimmt nicht
ungefähr 90%
stimmt
stimmt nicht