In fünf Schritten zu mehr Luft
Raucherentwöhnung

Raucherentwöhnung

Bereit zum Aufhören? Dann gibt es viele Dinge, die Ihnen helfen können.

Wenn Sie COPD haben und Rauchen, dann ist eine Raucherentwöhnung für Sie die beste Behandlung. Nur so können Sie Ihre Gesundheit langfristig erhalten und das Fortschreiten Ihrer Erkrankung aufhalten. Wie die meisten Menschen, die COPD haben und rauchen, werden auch Sie sich bewusst sein, das Ihre einzige Chance zu genesen die ist, dass Sie aufhören zu rauchen. Und es ist tatsächlich so, dass 9 von 10 Rauchern aufhören möchten. Dennoch, die Hürden sind hoch, denn Zigarettenrauch macht stark abhängig und Menschen mit COPD sind im besonderen Maße abhängig vom Nikotin – das heißt für die meisten von ihnen ist das Aufhören besonders schwer. 

Raucherentwöhnungsprogramme

Wenn Sie COPD haben und vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören, dann sollten Sie zuerst einmal Ihren Hausarzt oder Ihren Lungenfacharzt ansprechen, um zu beraten, wie Sie am besten vorgehen. Es gibt zahlreiche Raucherentwöhnungsprogramme. Sie können diese ambulant durchführen oder stationär sowie im Rahmen einer Lungenrehabilitation. Grundsätzlich werden Sie in diesen Entwöhnungsprogrammen von Experten begleitet, die Ihnen psychologische Unterstützung und spezielle Hilfe bei der Entwöhnung anbieten. Sie bekommen Tipps, die ganz auf Ihr persönliches Rauchverhalten zugeschnitten sind. Wenn Sie eine Nikotinersatzbehandlung benötigen oder erwägen ein Medikament einzunehmen, so kann man Sie auch dabei beraten und begleiten. Auch über die eigentliche Entwöhnungszeit hinaus erhalten Sie Unterstützung, damit Sie nicht wieder rückfällig werden. Die Erfolgsrate bei solchen Programmen ist deshalb entsprechend hoch. Also selbst wenn Sie ein paar Mal gescheitert sind bei dem Versuch aufzuhören, so haben Sie hier eine große Chance es zu schaffen. 

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Nikotinersatzstoffe

Zusätzlich können Sie Nikotinersatzstoffe anwenden, die bewirken, dass Ihre Entzugsbeschwerden beim Aufhören weniger stark sind. Die typischen Beschwerden, die bei einem Entzug von Zigaretten auftreten können, sind Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, Depressivität, innere Unruhe, Angstzustände, Appetitsteigerung oder Konzentrationsstörungen. Das klingt jetzt vielleicht beängstigend, relativiert sich aber sofort, wenn man bedenkt, dass diese Entzugserscheinungen höchstens 4-8 Wochen anhalten und in der Regel bereits nach den ersten Tagen deutlich besser werden. Also im Vergleich zu dem gesundheitlichen Gewinn, den Sie erzielen, wenn Sie aufhören, zahlen Sie mit den Entzugserscheinungen keinen hoher Preis.

Als Nikotinersatz können Sie Nikotinpflaster, -kaugummi, -tabletten und -nasenspray erhalten. Sie haben sich alle als wirkungsvoll erwiesen und die Wahrscheinlichkeit, dass eine Tabakentwöhnung erfolgreich ist, lässt sich durch den Nikotinersatz verdoppeln.

Wenn Sie mehr als 10 Zigaretten pro Tag rauchen und Sie Ihre Zigaretten ziemlich gleichmäßig über den Tag verteilen, dann sind Nikotinpflaster sinnvoll zum Aufhören. Normalerweise wenden Sie diese 8-12 Wochen lang an. Sie fangen mit der höchsten Dosierung an, verringern die Dosis nach 4 Wochen, dann erneut nach weiteren 2 Wochen und nach weiteren 2 Wochen kann das Pflaster abgesetzt werden.

Wenn Sie Nikotinpflaster nicht vertragen, kann ein Nikotinkaugummi eine Möglichkeit sein. Dies ist besonders für die Raucher geeignet, die ihre Zigaretten ungleichmäßig über den Tag verteilt rauchen. Menschen mit Zahnprothesen können auf Nikotintabletten ausweichen. Bei beiden müssen Sie wie bei den Pflastern darauf achten, dass Sie die Dosis regelmäßig verringern.

Das Nikotinnasenspray ist besonders für sehr stark abhängige Raucher zu empfehlen. Allerdings ist dieses in Deutschland rezeptpflichtig und Sie müssen während der Anwendung wegen der möglichen Nebenwirkungen regelmäßig von einem Arzt überwacht werden.

Raucher mit einer starken Abhängigkeit können auch verschiedene Methoden des Nikotinersatzes miteinander kombinieren.

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Medikamente

Abgesehen von dem Nikotinersatz, gibt es Medikamente, die auf die Psyche des Rauchers wirken und das Aufhören erleichtern sollen.

Eines dieser Medikamente ist das Zyban und der Wirkstoff ist das Bupropion. Die Entwöhnungsraten nach mehr als 6 Monaten sind mit diesem Medikament ungefähr doppelt so hoch wie ohne das Medikament. Das heißt die Wirkung ist in etwa gleich groß wie die der Nikotinersatzbehandlung. Bupropion vermindert das Verlangen nach einer Zigarette. Das Medikament ist verschreibungspflichtig und wird während des Entzugs ungefähr 8 Wochen lang eingenommen.

Ein zweites Medikament, das in Deutschland zur Raucherentwöhnung zugelassen ist, ist das Champix mit dem Wirkstoff Vareniclin. Dieses Medikament erhöht die Erfolgsrate nach einem Jahr etwa um das Doppelte. Champix ersetzt teilweise die Wirkung des Nikotins und schwächt die Entzugssymptome beim Aufhören mit Rauchen. Champix ist ebenfalls verschreibungspflichtig.

Wenn Sie eines dieser Medikamente zur Raucherentwöhnung einnehmen wollen, dann raten wir Ihnen ausdrücklich dazu, sich während der Einnahme engmaschig von Ihrem Arzt betreuen zu lassen wegen möglicher Nebenwirkungen. 

Außerdem sollten Sie wissen, dass diese Medikamente zur Raucherentwöhnung dann optimal wirken, wenn Sie gleichzeitig ein Raucherentwöhnungsprogramm durchlaufen. Sie sollten also, wenn Sie sich zu einer Einnahme entschliessen, möglichst auch an einer Raucherentwöhnung teilnehmen.

 

 

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Testen Sie Ihre Nikotinabhängigkeit

Wenn Sie aufhören wollen zu rauchen, dann testen Sie doch einmal vorab, wie hoch Ihre Nikotinabhängigkeit ist. Das Ergebnis kann unter anderem nützlich sein, wenn es darum geht, ob Ihnen Nikotinersatzstoffe oder Medikamente beim Aufhören nutzen können.

noch keine Frage beantwortet
Wann nach dem Aufwachen rauchen Sie Ihre erste Zigarette?
innerhalb von 5 Minuten
6 bis 30 Minuten
31 bis 60 Minuten
nach mehr als 60 Minuten
Finden Sie es schwierig, an Orten, wo das Rauchen verboten ist (z.B. Kirche, Bücherei, Kino usw.) das Rauchen zu lassen?
ja
nein
Auf welche Zigaretten würden Sie nicht verzichten wollen?
die erste am Morgen
andere
Wie viele Zigaretten rauchen Sie im Allgemeinen pro Tag?
bis 10
11-20
21-30
31 und mehr
Rauchen Sie am Morgen im Allgemeinen mehr als am Rest des Tages?
ja
nein
Kommt es vor, dass Sie rauchen, wenn Sie krank sind und tagsüber im Bett bleiben müssen?
ja
nein

Ergebnis

Sehr geringe Abhängigkeit

Ergebnis

Geringe Abhängigkeit

Ergebnis

Mittlere Abhängigkeit

Ergebnis

Starke Abhängigkeit

Ergebnis

Sehr starke Abhängigkeit

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Klicken Sie auf die richtige Antwort. Sie erhalten dann sofort Rückmeldung, ob Sie richtig lagen.

 
Was kann beim Aufhören helfen?
Gruppenbetreuung durch Experten
stimmt
stimmt nicht
Nikotinersatzpflaster oder -kaugummi
stimmt
stimmt nicht
Medikamente
stimmt
stimmt nicht
Wenn man über 60 Jahre alt ist, dann hat das Aufhören keine gesundheitlichen Vorteile mehr.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Auch während einer Lungenrehabilitation kann man einen Raucherentwöhnungskurs machen.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Eine Raucherentwöhnung in speziellen Kursen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass man erfolgreich ist.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht