In fünf Schritten zu mehr Luft
Regelmäßig zum Arzt

Regelmäßig zum Arzt

Wie regelmäßig Sie zum Arzt gehen sollten und bei welchen Beschwerden Sie ihn unbedingt sofort aufsuchen müssen, das erfahren Sie hier. Und wir zeigen Ihnen, auf welche zusätzlichen Erkrankungen Sie achten sollten.

Regelmäßig zum Arzt

Wenn Sie COPD haben, dann ist es wichtig, dass Sie sich regelmäßig bei Ihrem Arzt untersuchen lassen und zwar 2 bis 4 mal im Jahr. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie häufig Sie ihn aufsuchen sollten, und halten Sie diese Termine unbedingt ein. Dort können Sie unter anderem Ihre Lungenfunktion testen lassen, um zu beurteilen, ob Ihre Erkrankung vielleicht weiter fortgeschritten ist.

Wie gut haben Sie Ihre COPD unter Kontrolle?

Sie können in der Zeit zu Hause auch selber regelmäßig überprüfen, wie gut Sie mit Ihrem COPD zurecht kommen. Hierzu gibt es einen kurzen Test mit 9 Fragen. Wenn Sie diese ehrlich beantworten, dann zeigt Ihnen das Ergebnis, wie gut Sie im Augenblick Ihre Erkrankung unter Kontrolle haben. Machen Sie einmal den Test unter dem Postit „Selbsthilfe“ und nehmen Sie das Ergebnis mit zu Ihrem Arzt, damit er auch sehen kann, wo Sie stehen.

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Kontrollieren Sie Ihre Lungenfunktion

Auch Ihre Lungenfunktion können Sie zu Hause kontrollieren und zwar mit einem so genannten Peak Flow Meter. Das ist ein kleines Röhrchen, in dem sich ein Scheibchen mit einer Feder befindet. Das Scheibchen ist mit einem Zeiger verbunden. Dieser wird vor der Messung auf Position Null gestellt. Wenn man so schnell und kraftvoll wie möglich in das Gerät atmet, bewegt sich der Zeiger und gibt den sogenannten Peak Flow Wert an. Dieser wird in Litern pro Minute gemessen. Die Messung wird dreimal wiederholt und die beste Messung notiert. Im allgemeinen vergleichen Sie die gemessenen Werte immer mit Ihren persönlichen Bestwerten. Sie können mit Ihrem Arzt besprechen, ob die Verwendung eines Peak Flow Meters zu Hause für Sie in Frage kommt. Er wird dann auch mit Ihnen festlegen, wo Ihr persönlicher Bestwert liegt auf den Sie Ihre Messungen beziehen sollten. Nehmen Sie auch die Aufzeichnungen dieser Messungen zu Ihrem Arztbesuch mit. Schauen Sie dazu auch in unser PDF am Ende des Textes. 

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Führen Sie eine Medikamentenliste

Die Medikamente, die Sie verordnet bekommen, sollten Sie in einer persönlichen Liste festhalten. Schreiben Sie auf, wie viel und wie oft Sie diese einnehmen sollen und notieren Sie sich auch, ob Sie Nebenwirkungen haben und wie gut die Medikamente wirken. Auch diese Aufzeichnungen sollten Sie zu Ihrem Arzt mitnehmen. Eine vorbereitete Liste finden Sie in dem PDF am Ende des Textes.

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COPD Aktionsplan

Gemeinsam mit Ihrem Arzt können Sie zu Ihrer Behandlung auch einen sogenannten COPD Aktionsplan aufstellen. Dieser zeigt Ihnen genau, wie Sie in bestimmten Situationen reagieren sollen. Wenn Sie z.B. in der grünen Zone sind, bedeutet das, dass alles in Ordnung ist und Sie Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen. Wenn sich Ihre Peak Flow Werte, die Sie messen, verschlechtern oder Ihre Beschwerden zunehmen, dann zeigt Ihnen der Plan an, wie Sie Ihre Medikamente anpassen sollen. Sprechen Sie Ihren Arzt einmal darauf an, wenn Sie noch keinen solchen Plan haben. Ein Beispiel eines solchen Plans finden Sie in unserem PDF am Ende des Textes. 

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Verhalten bei akuten Verschlechterungen

Bei Menschen mit einer COPD kann es immer wieder dazu kommen, dass sich die Beschwerden plötzlich drastisch verschlechtern. Es kann ohne erkennbare Ursache dazu kommen, aber sehr oft wird eine solche akute Verschlechterung ausgelöst durch einen Atemwegsinfekt. Patienten mit COPD sind anfälliger für Infektionen der Atemwege und diese halten dann in der Regel länger an und können zu Komplikationen führen. Wenn eine akute Verschlechterung auftritt, dann können Sie das an verschiedenen Beschwerden merken.

  • Ihre Medikamente wirken nicht mehr so lange wie gewöhnlich oder sie bringen gar keine Erleichterung mehr
  • die Atmung verschlechtert sich plötzlich
  • der Husten nimmt zu
  • Sie haben Schwierigkeiten zu sprechen
  • Sie können schwerer laufen
  • Ihre Lippen oder Fingernägel färben sich blau
  • der Herzschlag wird schneller oder unregelmäßig
  • die Peak Flow Werte verschlechtern sich

Suchen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt auf.

Auch wenn Sie einen Atemwegsinfekt haben und ihre Beschwerden noch nicht  deutlich zugenommen haben, sollten Sie zum Arzt gehen, denn er kann in diesem Fall vorbeugen. Er kann Ihre Atmung durch zusätzliche Medikamente verbessern. Im Falle einer Infektion kann er Ihnen Schleimlöser oder Antibiotika verordnen, so dass Sie den Infekt so früh wie möglich unter Kontrolle bekommen. Wichtig ist, dass Sie viel trinken, damit sich der Schleim, der sich durch die Infektion zusätzlich bildet, verflüssigt.

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Beugen Sie Erkältungen vor

Gerade weil Atemwegsinfekte für Menschen mit COPD so gefährlich sind, sollten Sie vorbeugen. Lassen Sie sich regelmäßig jedes Jahr gegen Grippe impfen. Darüber hinaus ist auch eine Impfung gegen Pneumokokken also gegen die Lungenentzündung ratsam. Sprechen Sie Ihren Arzt darauf an, wenn Sie noch nicht geimpft sind.

Prüfen Sie auch wenn Sie nicht erkältet sind in regelmäßigen Abständen ihren Auswurf nach dem Husten in einem Taschentuch. Wenn er rotbraun ist, dann ist das ein Hinweis auf eine Blutung. Wenn er gelb oder grün ist, dann ist kann das bedeuten, dass Sie eine bakterielle Infektion haben. In beiden Fällen sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Beugen Sie auch zu Hause vor, wenn es um Ansteckung bei Erkältungskrankheiten geht. Meiden Sie in der kalten Jahreszeit große Menschenansammlungen. Waschen Sie sich regelmäßig gründlich die Hände nach dem Toilettengang. Stecken Sie sich in der kalten Jahreszeit ein kleines Fläschchen Desinfektionsmittel für die Hände ein. Sie können es z.B. nach dem Einkauf mit einem Einkaufswagen oder, wenn Sie jemandem mit einer Erkältung die Hände geschüttelt haben, benutzen.

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Rehabilitation

Besprechen Sie mit Ihrem Arzt die Möglichkeit einer Rehabilitation. Sie lernen dort wie Sie Ihre körperliche erhalten können, wie Sie sich richtig ernähren und Sie können an einem Raucherentwöhnungsprogramm teilnehmen. Aber auch bei psychischen Probleme wie tiefe Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder Ängste, die vielen Patienten mit COPD das Leben schwer machen, bekommen Sie hier Unterstützung von Fachleuten. Die Kombination aus dem Wissen der Fachleute und der Erfahrung anderer Patienten bei der Rehabilitation ist eine so wertvolle Unterstützung für Sie, dass Sie  auf keinen Fall darauf verzichten sollten. Machen Sie also den ersten Schritt und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit einer Rehabilitation.

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Achten Sie auf Begleiterkrankungen des COPD

COPD kann auch zu weiteren Erkrankungen führen. Menschen mit COPD haben ein erhöhtes Risiko für eine Herzschwäche, einen Herzinfarkt oder Schlaganafall und für Herzrhythmusstörungen. Auch die Durchblutung der Beine kann gestört sein, das führt zu dem so genannten „Raucherbein“. Auch Diabetes, Depressionen oder Angstzustände treten häufig gemeinsam mit einer COPD auf. Es ist deshalb wichtig, dass Sie sich regelmäßig untersuchen lassen, um diese Erkrankungen auszuschließen – oder im Fall des Falles so früh wie möglich zu behandeln. 

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Schauen Sie einmal in dieses PDF. Hier können Sie Ihre Peak Flow Werte notieren und eine persönliche Medikamentenliste führen. Wir zeigen Ihnen auch ein Beispiel für einen COPD Aktionsplan.

Wie geht es Ihnen mit Ihrem COPD?

Wenn Sie beurteilen möchten, wie gut es Ihnen mit Ihrem COPD geht, dann können Sie von Zeit zu Zeit den folgenden Fragebogen ausfüllen. Nehmen Sie das Ergebnis mit zu Ihrem Arzt, es kann Ihnen und Ihrem Arzt bei dem Gespräch als Unterstützung dienen.

noch keine Frage beantwortet
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Ich huste nie.
Ich huste ständig.
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Ich bin überhaupt nicht verschleimt.
Ich bin völlig verschleimt.
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Ich spüre keinerlei Engegefühl in der Brust.
Ich spüre ein sehr starkes Engegefühl in der Brust.
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Wenn ich bergauf oder eine Treppe hinauf gehe, komme ich nicht außer Atem.
Wenn ich bergauf oder eine Treppe hinauf gehe, komme ich sehr außer Atem.
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Ich bin bei meinen häuslichen Aktivitäten nicht eingeschränkt.
Ich bin bei meinen häuslichen Aktivitäten sehr stark eingeschränkt.
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Ich habe keine Bedenken, trotz meiner Lungenerkrankung das Haus zu verlassen.
Ich habe wegen meiner Lungenerkrankung große Bedenken, das Haus zu verlassen.
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Ich schlafe tief und fest.
Wegen meiner Lungenerkrankung schlafe ich nicht tief und fest.
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Ich bin voller Energie.
Ich habe überhaupt keine Energie.

Ergebnis

Eine Punktzahl zwischen 0 und 10 weist auf geringe Auswirkungen Ihres COPD hin. Besprechen sie dieses Ergebnis und mögliche Konsequenzen stets zusammen mit Ihrem Arzt.

Ergebnis

Eine Punktzahl zwischen 11 und 20 weist auf mittelmäßige Auswirkungen Ihres COPD hin. Besprechen sie dieses Ergebnis und mögliche Konsequenzen stets zusammen mit Ihrem Arzt.

Ergebnis

Eine Punktzahl zwischen 21 und 30 weist auf starke Auswirkungen Ihres COPD hin. Besprechen sie dieses Ergebnis und mögliche Konsequenzen stets zusammen mit Ihrem Arzt.

Ergebnis

Eine Punktzahl zwischen 31 und 40 weist auf sehr starke Auswirkungen Ihres hin. Besprechen sie dieses Ergebnis und mögliche Konsequenzen stets zusammen mit Ihrem Arzt

Patientenfuchs-Quiz

Klicken Sie auf die richtige Antwort. Sie erhalten dann sofort Rückmeldung, ob Sie richtig lagen.

 
Wie häufig sollten Sie wegen Ihres COPD zum Arzt gehen?
Nur dann wenn sich meine Beschwerden verschlimmern
stimmt
stimmt nicht
Mindestens 2 mal im Jahr
stimmt
stimmt nicht
Was ist ein Peak Flow Meter?
Mit dem Peak Flow Meter misst der Arzt den Sauerstoffgehalt im Blut.
stimmt
stimmt nicht
Mit dem Peak Flow Meter kann man die Lungenfunktion zu Hause testen.
stimmt
stimmt nicht
Was müssen Menschen mit einer COPD bei Erkältungskrankheiten besonders beachten?
Durch Atemwegsinfekte kann es zu einer plötzlichen Verschlechterung des COPD kommen.
stimmt
stimmt nicht
Bei einer COPD sollte man im Falle einer Atemwegsinfektion einen Arzt aufsuchen.
stimmt
stimmt nicht
Wenn die Beschwerden des COPD plötzlich zunehmen, sollte man einen Arzt aufsuchen.
stimmt
stimmt nicht
Was ist ein COPD Aktionsplan?
Dieser Plan zeigt mir, welchen Sport ich mit COPD machen darf.
stimmt
stimmt nicht
Dieser Plan zeigt mir, wie ich reagieren soll, wenn sich die Beschwerden meines COPD verändern.
stimmt
stimmt nicht