Herzfakten
Angina Pectoris

Angina Pectoris

Robert drückte seine Hand auf die Brust und rang nach Luft. Er hatte plötzlich ein unangenehmes Engegefühl hinter seinem Brustbein. Er war kurzatmig und schwitzte. Ein typischer Anfall von Angina pectoris.

Selbsthilfe

Wie kommt es zu Angina pectoris?

Angina pectoris Beschwerden sind charakteristisch für Menschen mit einer koronaren Herzerkrankung. Bei dieser Erkrankung sind die Herzkranzarterien, die das Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, geschädigt. In der Regel sind die Gefäße durch Arterienverkalkung – das heißt durch Ablagerungen an den Innenwänden – verengt. Dadurch ist der Blutfluss eingeschränkt und das Gewebe kann nicht mehr so gut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden.

Was sind die Symptome?

Angina pectoris Beschwerden treten anfallartig auf. Nicht jeder Mensch hat die gleichen Beschwerden. Man  kann einen starken Druck, ein Engegefühl oder ein Brennen hinter dem Brustbein spüren. Die Schmerzen können auch in den Hals, die Schulter, die Arme oder den Bauch ausstrahlen. Zusätzlich kann Atemnot auftreten. 

Zu Beginn der Erkrankung ist es typisch, dass Symptome nur bei besonderer Belastung des Herzens auftreten, z.B. bei körperlicher Anstrengung, Kälte oder psychischem Stress. Das Herz kann die Verengungen in den Blutgefäßen noch so gut verkraften, dass man bei normaler Belastung im Alltag keine Einschränkungen verspürt. In diesem Fall spricht man von stabiler Angina pectoris. Die Anfälle einer stabilen Angina pectoris sind in der Regel nicht unmittelbar gefährlich.

Wie sieht die Behandlung aus?

Ihr Arzt wird mit Ihnen entscheiden, wie diese Behandlung aussehen soll. Es gibt Medikamente, die den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen und Sie selbst können ebenfalls eine Menge für Ihre Gesundheit tun.

Kann die Erkrankung fortschreiten?

Wenn es zu einer deutlichen Zunahme der Beschwerden kommt, dann können die Anfälle auch bei Ruhe auftreten, weil das Herz inzwischen auch in der Ruhephase zu wenig Sauerstoff bekommt. Die Ursache können Blutgerinnsel sein, die sich in den Herzkranzgefäßen gebildet haben. Man spricht in diesem Fall von einer instabilen Angina pectoris. Die Gefahr ist hoch, dass es durch die Blutgerinnsel zu einem Herzinfarkt kommt. Deshalb müssen Sie eine solche deutliche Zunahme der Beschwerden ernst nehmen und Ihren Arzt aufsuchen. Dieser wird Sie in der Regel in ein Krankenhaus einweisen. Dort wird man Ihren Zustand wieder stabilisieren und entscheiden, wie Sie am besten weiter behandelt werden.

Wenn Sie Angina pectoris Anfälle haben, dann können Sie selbst viel dazu beitragen, dass sich Ihre Erkrankung nicht verschlimmert. Es gibt sieben Dinge, die Sie beachten sollten:

 

1.     Nicht Rauchen

2.     Gesund ernähren

3.     Regelmäßig bewegen

4.     Bei Übergewicht abnehmen

5.     Blutdruck im Normbereich halten

6.     Cholesterinwerte im Normbereich halten

7.     Bei Diabetes einen zu hohen Blutzuckerspiegel senken

 

Sie sehen, es gibt zahlreiche Stellen, an denen Sie ansetzen können, um Ihrem Herzen etwas Gutes zu tun. Gerade, wenn Sie bereits Angina pectoris Beschwerden haben, ist das ein guter Zeitpunkt, um damit zu beginnen, etwas in Ihrem Leben zu ändern. Wenn Sie rauchen, dann hören Sie auf. Schauen Sie einmal in unseren Bereich „Rauchfrei für Dein Herz“. Hier finden Sie Anregungen wie Sie aufhören können.

Informieren Sie sich unter „Iss für Dein Herz“ über eine Herz-gesunde Ernährung und wenn Sie Abnehmen möchten finden Sie viele Anregungen unter „Gewicht verlieren“.

Fragen Sie Ihren Arzt, welche Art der Bewegung für Sie in Frage kommt. Vielleicht können Sie sich einer Sportgruppe anschließen, die Patienten mit Ihren Beschwerden speziell betreut. Unter „Beweg Dein Herz“ können Sie sehen, welche Bewegung Ihrem Herzen gut tut.

Stress spielt bei Angina pectoris Anfällen ebenfalls eine Rolle und Entspannungsübungen können Ihnen sehr gut tun. Unter „Entspann Dein Herz“ zeigen wir Ihnen einige sehr effektive Übungen.

 

 

Patientenfuchs-Quiz

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Was versteht man unter Angina pectoris?
Angina pectoris sind anfallartige Beschwerden, die durch eine Schädigung der Herzkranzgefäße auftreten können.
stimmt
stimmt nicht
Angina pectoris ist eine schwere Halsentzündung.
stimmt
stimmt nicht
Bei einer stabilen Angina pectoris treten die Anfälle nicht bei Ruhe auf sondern nur bei besonderer Anstrengung.
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Wenn Angina pectoris Anfälle plötzlich häufiger und auch bei Ruhe auftreten, dann muss man einen Arzt aufsuchen, denn dann ist das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht.
Stimmt
stimmt
stimmt nicht
Stimmt nicht
stimmt
stimmt nicht
Was kann den Verlauf einer koronaren Herzerkrankung positiv beeinflussen?
Medikamente
stimmt
stimmt nicht
Gesunde Ernährung
stimmt
stimmt nicht
Nicht rauchen
stimmt
stimmt nicht
Bewegung
stimmt
stimmt nicht
Abnehmen
stimmt
stimmt nicht
Blutdruck im Normbereich
stimmt
stimmt nicht
Cholesterinwert im Normbereich
stimmt
stimmt nicht
Blutzuckerwerte im Normbereich
stimmt
stimmt nicht